Max Dregelies © Frederike Julie Stelz

Im Interview: Max Dregelies

 

Max Dregelies ist seit 2015 in der Kommunalpolitik aktiv. Mehr über seinen Weg und warum du dich auch engagieren solltest, erfährst du hier!

 

ADFC: Wie sind Sie zur Kommunalpolitik gekommen? Was hat Sie veranlasst, aktiv zu werden? Gab es da etwas Bestimmtes?

Dregelies: Ich bin über mein Engagement im Freiwilligen Sozialen Jahr zur Politik gekommen und bin dann in die SPD eingetreten. Zunächst habe ich mich mit landespolitischen Themen beschäftigt und bin über die Mitwirkung im Ortsverein zur Kommunalpolitik gekommen. Da ich viel mit dem Rad unterwegs bin, habe ich mich immer stärker in die Verkehrspolitik eingebracht.

 

ADFC: Gab es Herausforderungen oder Startschwierigkeiten?

Dregelies: Die Kommunalpolitik war für mich am Anfang ein Lernprozess. Viele Abläufe waren mir unbekannt. Auch welche Möglichkeiten in der Kommunalpolitik bestehen, musste ich mir erst erarbeiten, wobei ich eine tolle Unterstützung meiner Genoss:innen hatte. Was immer frustrierend ist: Kommunalpolitik ist häufig langsam, insbesondere wenn es um Radinfrastruktur geht. Zwischen Idee, Beschluss und Umsetzung vergehen gerne mehrere Jahre. Die Widerstände, wenn Parkplätze entfallen, sind enorm. Hier braucht es Ausdauer.

 

ADFC: Welche Erfolge konnten Sie verbuchen? Gab es einen Punkt, an dem Sie gemerkt haben: Ich bewirke was?

Dregelies: Eigentlich merke ich das ständig. Kommunalpolitik ist extrem abhängig von den Akteur:innen, die ihre Ideen und Themen einbringen. Bei Politik geht es um die Verteilung von Aufmerksamkeit und Geld. Darum muss man für seine Themen kämpfen. Ohne mich hätten wir in Kiel wahrscheinlich den Preis für das Schüler:innen-Ticket nicht um 30 Prozent reduziert.

 

ADFC: Was raten Sie anderen für den Einstieg in die Kommunalpolitik?

Dregelies: Traut Euch! Wenn Ihr nicht für Eure Interessen einsteht, werden andere es auch nicht tun. In allen Parteien braucht es Menschen, die für die solidarische Verkehrswende eintreten. Sucht Euch in Eurer Partei Unterstützer:innen, mit denen Ihr gut auskommt und knüpft auch Verbindungen zu anderen Parteien.

Max Dregelies

Sozialdemokrat, Vater, Läufer, Fahrradfahrer, Jurist (Akademischer Rat a. Z.,Universität Trier), 31 Jahre, kommunalpolitisch aktiv seit 2015, zunächst Ortsbeirat, inzwischen Ratsherr Landeshauptstadt Kiel. Baupolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Vorsitzender des Mobilitätsforums, Stellvertretender Vorsitzender des Beirats für Mobilitätswende, Mitglied im Fahrradforum. Kontakt: spd@maxdregelies.eu Twitter: @dregelies

 

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 215.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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