
Radverkehr in der Westmoreland Street in Dublin © iStock
Dublin: Radverkehr steigt um 50 %
In Dublin steigt der Radverkehr um 50 % innerhalb von zwei Jahren - und spart damit nicht nur Unmengen CO2, sondern auch jede Menge Gesundheitskosten.
Irland zeigt derzeit eindrucksvoll, wie schnell sich das Mobilitätsverhalten verändern kann. Der aktuelle Walking and Cycling Index der National Transport Authority belegt einen deutlichen Aufschwung des Radverkehrs im Großraum Dublin sowie in weiteren irischen Großstädten. In der Hauptstadt selbst ist die Zahl der Menschen, die fast täglich das Rad nutzen, innerhalb von nur zwei Jahren um die Hälfte gestiegen. Der Anteil kletterte von acht auf zwölf Prozent. Diese Entwicklung verdeutlicht, wie unmittelbar der Ausbau der Infrastruktur Wirkung zeigt.
Hoher wirtschaftlicher Gewinn und Entlastung der Gesundheitskassen
Die positiven Auswirkungen dieser Entwicklung gehen weit über den Verkehrsfluss hinaus. Der Bericht beziffert den jährlichen wirtschaftlichen Gesamtnutzen durch Fußgänger sowie Rad- und Rollerfahrer im Großraum Dublin auf über zwei Milliarden Euro. Besonders deutlich wird der Erfolg beim Blick auf die öffentliche Gesundheit, da die aktive Mobilität dem Gesundheitsdienst jährlich über 55 Millionen Euro einspart. Dies entspricht dem Gegenwert von mehr als 920.000 Hausarztbesuchen allein in der Region Dublin.
Messbarer Klimaschutz durch konsequente Verkehrsverlagerung
Auch für den Klimaschutz liefert der Trend messbare Ergebnisse. In den fünf größten Städten des Landes werden durch den Verzicht auf das Auto täglich etwa 660.000 Fahrten vermieden, was den Ausstoß von Treibhausgasen jährlich um 120.000 Tonnen reduziert. Trotz der notwendigen Umverteilung des Straßenraums zulasten des motorisierten Verkehrs findet dieser Wandel Rückhalt in der Bevölkerung. Die Bewohner*innen sprechen sich verstärkt für Investitionen in baulich getrennte Radwege aus, selbst wenn dies zulasten von Flächen für Autos geht. Es bleibt zu hoffen, dass diese Dynamik anhält und als Vorbild für andere europäische Metropolen dient.








