
Gemeinsame Fahrradtour am Flussufer. © ADFC e.V. | Tim Röber
ADFC-Erhebung: Selbstständig mobil - auch zur Schule
Jugendliche nutzen das Fahrrad lieber in der Freizeit als für den Schulweg. Was die Ursachen dafür sind und wie das Radfahren zur Schule attraktiver werden kann, hat der ADFC Sachsen gemeinsam mit Jugendlichen in einem Projekt untersucht.
Das Projekt “Schulweg.Aktiv” wurde gemeinsam mit dem Landkreis Mittelsachsen initiiert und vom Sächsichen Staatsministerium für Soziales, Gesundeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt. Es umfasste eine Fragebogenaktion an 31 weiterführenden Schulen sowie die Suche nach Lösungsmöglichkeiten zusammen mit Schülerinnen und Schülern an drei ausgewählten Schulen im Rahmen von Projekttagen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse sowie ein ausführlicher Bericht zum Download stehen auf der Seite des ADFC Sachsen zur Verfügung (Link im blauen Kasten rechts).
Das Projekt Schulweg.Aktiv setzte sich aus zwei Projektteilen zusammen.
- Der erste Teil des Projekts bestand aus einer schriftlichen Befragung an 31 weiterführenden Schulen im Landkreis. Es beteiligten sich insgesamt 1.878 Schülerinnen und Schülern. In dieser Befragung standen die Alltagsmobilität, die Gefahren auf dem Schulweg und im direkten Umfeld der Schule, sowie ihre Einstellung zum Radfahren allgemein im Mittelpunkt.
- Im zweiten Projektteil analysierten Schülerinnen und Schüler der Oberschulen in Hainichen, Frankenberg/Sachsen und Lichtenau im Rahmen eines Projekttages ihr Schulumfeld und sammelten Gefahrenstellen und Probleme. Gemeinsam mit einem Verkehrsplaner entwickelten sie konkrete Vorschläge für die beobachteten Gefahrenstellen und Orte, an denen die Aufenthaltsqualität nicht den Bedürfnissen der jungen Menschen entsprach. In einem Schulwegforum stellten sie die Ideen vor und übergaben sie an die Gemeinde.
Zentrale Ergebnisse der Befragung
Im Landkreis Mittelsachsen hat das Fahrrad auf dem Schulweg momentan eine vergleichsweise geringe Bedeutung. Etwa 30 % der Befragten gehen zu Fuß zur Schule oder fahren mit dem Fahrrad, wobei hier eine jahreszeitliche Schwankung im Bereich von 8,3 Prozentpunkten zu beobachten ist. Die überwiegende Mehrheit der Schülerinnen und Schüler legt den Schulweg mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. 15 % der Schüler und Schülerinnen werden im Winter mit dem Auto zur Schule gefahren. Im Sommer sind dies knapp 10 %. Der geringe Anteil der aktiven Mobilität unter Schülerinnen und Schülern ist auf zwei wesentliche Faktoren zurückzuführen. Dies ist zum einen die teilweise große Entfernung zwischen Wohnort und Schule und zum anderen sind es infrastrukturelle Defizite der Radverkehrsinfrastruktur.
Werden Sie Fahrradfreundliche Schule!
Ihre Schule verfügt bereits über
- gute Radabstellanlagen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte
- einen Schulradwegplan
- Reparaturwerkzeug für Fahrräder
- ein engagiertes Team bei Fahrrad-Kampagnen
- spannenden Unterricht rund ums Rad
Dann lassen Sie sich doch kostenfrei vom ADFC Schleswig-Holstein bewerten und auszeichnen!







