Gemeinsame Pressemitteilung zum 1. Mobilitätskongress SH vom 19. bis 27. Februar

 

Unter dem Motto „Klar machen zur Verkehrswende“ dreht sich vom 19. bis 27. Februar 2021 in rund 20 Sessions alles um die nachhaltige Mobilitätswende.

 

Der Verkehrssektor liegt im Klimaschutz weiter hinter den festgesteckten Zielen zurück. Dabei ist jeder Mensch mobil – und kann damit zu einer Veränderung beitragen. Doch die Zeit drängt, der Klimawandel lässt keine Zeit mehr für größere Verzögerungen bei der Umsetzung nachhaltiger Mobilitätsmaßnahmen. Um engagierte und interessierte Akteur*innen aus ganz Schleswig-Holstein zu vernetzen, hat der ADFC Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem BUND Schleswig-Holstein und dem VCD Nord mit vielen Unterstützer*innen den ersten Mobilitätskongress SH organisiert. Schirmherr der Veranstaltung ist Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz.
Unter dem Motto „Klar machen zur Verkehrswende“ dreht sich vom 19. bis 27. Februar 2021 in rund 20 Sessions alles um die nachhaltige Mobilitätswende – egal ob mit Fahrrad, ÖPNV oder durch Digitalisierung. Dabei reicht das Themenspektrum von Elektromobilität und Mobilitätsmanagement über Radverkehrsinfrastruktur und ÖPNV bis hin zu Sharing-Modellen, autonomen Fahren und Mobilitätsverhalten im Allgemeinen, vom Carsharing bis zum Radschnellweg, vom schulischen Mobilitätsmanagement bis zu kommunalen Fördermitteln.
Die Veranstaltungen finden alle online statt und sind für die Teilnehmenden kostenlos.
Das gesamte Programm finden Sie auf: verkehrswende-sh.de/kongress


Thomas Möller, Landesvorsitzender des ADFC Schleswig-Holstein, stellt klar: „ Die Verkehrswende kann nur mit dem Fahrrad gelingen! Radfahren macht Spaß, hält gesund und schützt aktiv die Umwelt. Das Fahrrad ist auf vielen Wegen das schnellste und darüber hinaus ein soziales Verkehrsmittel, das von Allen genutzt werden kann. Doch dafür brauchen wir eine gute, sichere Infrastruktur, die Jung und Alt zum Fahren einlädt! Jetzt ist die Zeit, diese Veränderung herbeizuführen und die Menschen zu überzeugen. Der Mobilitätskongress soll zum Umsetzen – und Umsetzen – animieren! Wir brauchen eine Aufbruchsstimmung für das Fahrrad. Und dazu wollen wir beim Kongress einladen!“
Claudia Bielfeldt, Vorsitzende des BUND Schleswig-Holstein, fordert eine klimagerechte Verkehrspolitik ein: „`Ein Weiter so!“ mit immer mehr Fernstraßen, insbesondere immer mehr Autobahnkilometern, widerspricht den politischen Beschlüssen und Notwendigkeiten zum Klimaschutz. Straßenbau wirkt gleich drei Mal klimaschädlich: Beim energieintensiven Bau, durch die Vernichtung von CO2-speichernden Böden und später im Betrieb. Erhalt vor Neubau ist die nachhaltigere Vorgehensweise. Der Fokus auf die Fernstraßen benachteiligt auch den Nahverkehr, in dem 90 Prozent der Fahrten stattfinden.“


Helene Wahl, Vorstandsmitglied des ökologischen Verkehrsclub VCD Nord, fordert dem Ausbau klimafreundlicher Verkehrsarten endlich oberste Priorität in der Verkehrspolitik einzuräumen: „Der Ausbau der Bahn, bessere Busverbindungen auch auf dem Land und sichere Radwege – die Konzepte für eine ökologische und sozial gerechte Verkehrswende liegen auf dem Tisch. Wir müssen jetzt anfangen mit höchster Priorität Dinge konkret umzusetzen. Dazu gehört die Reaktivierung brach liegender Bahnstrecken genauso wie ein attraktives Fahrplanangebot, auch abends und am Wochenende. Wir laden alle Interessierten ein, beim 1. Mobilitätskongress Schleswig-Holstein über die Mobilität von morgen zu diskutieren.“

Dr. Bernd Buchholz, Verkehrsminister Schleswig-Holstein: „Der Mobilitätskongress setzt ein wichtiges Zeichen für eine moderne und zukunftsweisende Mobilität. Denn die ist multimodal und innovativ, und wird im gesamten Bundesland umgesetzt. Für einen nachhaltigen Verkehr brauchen wir neben Fahrrad, Bus und Bahn auch das Auto und innovative Ansätze. Diese Vielfalt findet sich auch in den Vorträgen und Workshops des 1. Mobilitätskongresses SH. Deshalb freue ich mich besonders, der Schirmherr der Veranstaltung sein zu dürfen.“

Zu den Veranstaltern:
ADFC Schleswig-Holstein e.V.
Der ADFC Schleswig-Holstein e.V. ist mit gut 7.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Schleswig-Holstein. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf kommunaler und kreispolitischer Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.
BUND Schleswig-Holstein e.V.
Der BUND Schleswig-Holstein e.V. ist mit über 10.000 Mitgliedern und über 2.000 Förderern einer der größten Umwelt- und Naturschutzverbände in Schleswig-Holstein. Seit 40 Jahren engagieren sich Umwelt-und Naturschützer auf allen politischen Ebenen und in einem breiten Themenfeld inklusive der Mobilitätswende.
VCD Nord e.V.
Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Der VCD Nord vertritt als regionale Vertretung rund 3.300 Mitglieder in Schleswig-Holstein und Hamburg.

 


https://sh.adfc.de/pressemitteilung/gemeinsame-pressemitteilung-zum-1-mobilitaetskongress-sh-vom-19-bis-27-februar

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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