
Lisa Vicari von New Communication hat sich für das Dienstrad-Leasing entschieden © New Communication
Dienstrad-Leasing: So lohnt es sich
Mehr als zwei Millionen geleaste Jobräder sind aktuell auf Deutschlands Straßen unterwegs. Doch wie funktioniert das Dienstrad-Leasing und wann lohnt es sich?
Diensträder überholen Dienstautos in Stellenausschreibungen, das hat die Analyse eines Jobportals in 2025 gezeigt. Viele Unternehmen bieten schon Dienstradleasing als Teil eines attraktiven Gehaltspakets an. Rund 40 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland haben Zugang zu diesem Angebot. Mehr als zwei Millionen geleaste Jobräder sind aktuell auf Deutschlands Straßen unterwegs. Doch wie funktioniert das Dienstrad-Leasing und wann lohnt es sich?
Lastenräder für den Kindertransport und Pedelecs erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, auch wenn sie deutlich teurer als ein normales Fahrrad sind. Doch wer auf dem Weg zur Arbeit die Kinder zur Kita bringt oder viele Kilometer im hügeligen Gelände zu bewältigen hat, findet ein Lastenrad für die Familie oder ein modernes Elektrofahrrad sehr praktisch. Nur kostet das schnell mehrere Tausend Euro – eine Investition, die das Budget vieler Interessenten übersteigt. Das Dienstrad-Leasing bietet hier eine praktische Alternative.
So funktioniert das Leasing
Statt den hohen Kaufpreis auf einmal zu bezahlen, verteilen sich die Kosten in der Regel auf 36 Monate. Dabei kann der Arbeitgeber die monatlichen Raten zusätzlich zum Gehalt zahlen oder mit seinen Beschäftigten eine Gehaltsumwandlung vereinbaren. Steuerlich begünstigt und von den Sozialversicherungsabgaben befreit ist das Dienstrad-Leasing in beiden Fällen.
Wann lohnt sich das Leasing?
Bei einer Gehaltsumwandlung wird die monatliche Leasingrate vom Bruttogehalt abgezogen, dadurch werden Steuern und Sozialabgaben gespart. Dabei ist allerdings zu beachten, dass auch weniger in die Rentenversicherung eingezahlt wird und die spätere Rente daher etwas niedriger ausfällt. Wir als ADFC raten deshalb nur dann zum Dienstradleasing, wenn der Arbeitgeber sich an den Kosten beteiligt, so dass die Leasingraten nicht vollständig aus umgewandelten Gehalt zu tragen sind.
Den Arbeitgebern ist das zuzumuten, denn auch sie sparen bei der Gehaltsumwandlung, nämlich Arbeitgeber-Beiträge zur Sozialversicherung. Mindestens diese Kostenersparnis sollten sie durch einen Zuschuss zum Dienstrad-Leasing an ihre Mitarbeitenden weitergeben.
Best Practices bei Fahrradfreundlichen Arbeitgebern
Fortschrittliche Firmen gehen mit ihrer Kostenbeteiligung am Dienstrad-Leasing darüber hinaus - nicht ganz uneigennützig: Firmenparkplätze für die Autos der Belegschaft sind oft knapp und teuer. Zudem ist es gesünder, bei der Fahrt zur Arbeit in die Pedale statt auf das Gaspedal zu treten, und zwar gerade für Menschen, die die meiste Zeit des Tages am Schreibtisch oder in Meetings verbringen. Radfahren ist gesund, und weniger Krankheitstage ihrer Beschäftigten rechnen sich für die Firmen in Euro und Cent.
Auch Menschen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem Auto zur Arbeit kommen, tun etwas für ihre Gesundheit, weil sie meist einen Teil des Weges zu Fuß zurücklegen. Selten befindet sich die Bushaltestelle nämlich direkt vor der Haustür. Deshalb stellt etwa die Kieler Werbeagentur „New Communication“ ihren Mitarbeitenden einen Mobilitäts- und Fitnessbonus in Höhe von 100 Euro pro Monat zur Verfügung, das sich für ÖPNV-Tickets, eine Hansefit-Mitgliedschaft und das Dienstrad-Leasing einsetzen lässt. Das Leasing eines Pedelecs kostet einschließlich Wartung und Versicherung meist etwas über 100 Euro, so dass vom Gehalt nur noch ein kleiner Teil umgewandelt werden muss. Und wer ein normales Fahrrad least, kann sich wegen der deutlich geringeren Leasingrate sogar noch eine Hansefit-Mitgliedschaft für 50 Euro pro Monat oder ein ÖPNV-Abo mit 30 Euro bezuschussen lassen. Und das alles im Rahmen dieser Bonus-Regelung, ohne dass dafür Gehalt umgewandelt werden muss.
Natürlich gehört zur Fahrradfreundlichkeit eines Arbeitgebers noch etwas mehr als das Dienstrad-Leasing, zum Beispiel eine abschließbare Abstellmöglichkeit mit Fahrradbügeln in ausreichender Zahl. Arbeitgeber mit einer derartigen betrieblichen Gesundheits- und Mobilitätsförderung können sich vom ADFC als fahrradfreundlich zertifizieren lassen, was bei New Communication der Fall ist. Sicher gibt es auch Firmen, die fahrradfreundlich sind, ohne dass wir vom ADFC davon wissen. An Informationen dazu sind wir immer interessiert. Zugleich informiert der ADFC gerne Firmen darüber, wie sie sich als fahrradfreundlicher Arbeitgeber zertifizieren lassen können.