
Im Repaircafé tun die Ehrenamtlichen was sie können, um alte und kaputte Räder wieder auf Vordermann zu bringen.
Der ADFC Lauenburg stellt sich vor
Der ADFC ist ein Verein, bei dem es um ehrenamtliches Engagement geht. In diesem Artikel stellt sich die Ortsgruppe in Lauenburg vor.
Als Ortsgruppe gibt es uns seit 2018 – also schon etwa acht Jahre. Dabei setzen wir uns in vielfältigen Bereichen ein - ob Radtouren, Verkehrspolitik oder Verbraucherschutz. Uns eint die Leidenschaft für das Radfahren oder auch die technische Seite. Deshalb haben wir, als unser derzeit größtes Projekt, eine Fahrradwerkstatt ins Leben gerufen. Die gibt es seit zwei Jahren.
Die Idee für eine solche Fahrradselbsthilfe-Werkstatt hatten wir in der Ortsgruppe schon länger, bevor sie 2024 dann endlich zustande gekommen ist. Durch die Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Lauenburg kamen viele Leute zusammen. So wurde die Idee der Fahrradwerkstatt und eines Repaircafés zusammengeführt. Beide öffnen nun am gleichen Tag, das Repaircafé in der Stadtbücherei und die Fahrradwerkstatt als Teil des Cafés im Jugendzentrum in unserer Stadt.
Mobilität verbessern
Die Idee hinter der Fahrradwerkstatt ist es, Fahrräder wieder in Benutzung zu bringen, indem man kleine Reparaturen, beispielsweise an Schaltungen, Reifen, Bremsen oder Beleuchtungen gemeinsam macht. Die Fahrradreparatur ist auch der Teil unserer Arbeit, der uns am allermeisten Spaß macht.
Auch Nicht-ADFC-Mitglieder können bei der Fahrradwerkstatt mitmachen, wobei die meisten Mitglieder unseres achtköpfigen Teams tatsächlich ADFC-Mitglieder sind. Durchschnittlich sind etwa fünf Personen bei den Aktionen dabei.
Wir wünschen uns, dass durch unsere ehrenamtliche Arbeit ältere und defekte Räder wieder benutzt werden. Wir vermitteln einfaches Fahrradwissen. Gleichzeitig werden wir als ADFC sichtbarer. Das ist uns sehr wichtig.
Vor Ort wirken: Verbesserungen für Radfahrende
Für die Fahrradfahrer*innen in und um Lauenburg wünschen wir uns vor allem eine bessere Fahrradinfrastruktur. Deshalb unterstützen wir gerade aktiv die Einrichtung einer Fahrradstraße. Auch die Bundesstraße 5 beschäftigt uns gerade sehr: Sie verläuft mitten durch Lauenburg, besitzt aber keinen Radweg. An einigen Stellen ist der Fußweg für Radfahrende freigegeben, das führt jedoch zu Konflikten zwischen Rad- und Fußverkehr. Dort, wo der Fußweg nicht freigegeben ist, teilen sich Rad und Kfz-Verkehr die Straße, doch auch hier entstehen Konflikte, vor allem bezüglich Überholabstand und dichtem Auffahren.
Deshalb haben wir zuerst den Vorschlag eines Gutachtens für einen einseitigen Schutzstreifen unterstützt. Dieser ist jedoch durchgefallen. Die Stadt hat deshalb einen geeigneten Radweg parallel zur B5 gefunden und uns in die Planung miteinbezogen. Es liegen jedoch viele wichtige Ziele an der Bundesstraße 5 - weshalb sie immer noch von Radfahrer*innen benutzt werden muss. Das Problem ist also weiterhin nicht behoben.
Ebenfalls eine Konfliktzone ist die Elbbrücke - wobei dies eher ein vorübergehendes Problem ist. Aufgrund von Bauarbeiten müssen Rad- und Kfz-Verkehr die Fahrbahn teilen. Der Verkehr wird zwar temporär einspurig und durch eine Ampel geregelt und es gilt Tempo 30, trotzdem fühlen sich viele Radler*innen unsicher und wie ein Hindernis. Der Landesbetrieb hat diesbezüglich für Radfahrende und Fußgänger*innen einen Shuttle-Bus eingerichtet.