Bevor die Befragung zum Schulwegplan losgehen kann, steht die Information der Eltern an. Mit diesem kostenlosen Download erhalten Sie ein vorgefertigtes Anschreiben inklusive Einverständniserklärung direkt zum Bearbeiten.
Ein guter Schulradwegplan entschärft Gefahrenstellen und zeigt Kindern und Jugendlichen den sichersten Weg. Da Schulen in Schleswig-Holstein diese Pläne eigenständig erstellen müssen, unterstützt der ADFC Schleswig-Holstein e.V. sie jetzt mit einem praxisnahen Leitfaden und steht beratend zur Seite. Erfahren Sie, wie Sie durch einen partizipativen Ansatz mit minimalem Aufwand maximale Sicherheit für Ihre Schüler*innen schaffen.
Ein effektiver Schul(rad)wegplan braucht die Perspektive derer, die ihn täglich nutzen: die Schülerinnen und Schüler. Kinder und Jugendliche nehmen ihre Umgebung anders wahr als Erwachsene. Ein Hindernis, das für uns klein wirkt, kann für ein Kind eine echte Barriere sein. Indem wir Schüler*innen als Expert*innen ihres eigenen Alltags ernst nehmen, entstehen nicht nur bessere Lösungen, wir stärken gleichzeitig ihr Demokratieverständnis und die Bindung an ihr Quartier. Was für ein achtjähriges Kind sicher und komfortabel ist, hilft auch der achtzigjährigen Seniorin. Eine kinderfreundliche Verkehrsplanung deckt Mängel auf, die oft die gesamte Nachbarschaft betreffen. So entsteht eine Infrastruktur, die für alle funktioniert.
Die Planung eines sicheren Schulwegs kann sehr aufwendig werden. Da bestehende Leitfäden oft sehr komplex sind, haben wir einen Leitfaden entwickelt, der den Prozess für Lehrkräfte und Schulen vereinfacht. Sie müssen kein Profi für Stadtplanung oder Statistik sein!
Das Herzstück: Die Erfassung der tatsächlichen Wege und Gefahrenstellen, ganz klassisch auf Papier oder mit digitalen Tools.
Alle weiteren im Leitfaden gelisteten Methoden sind optional. Sie dienen jedoch der methodischen Unterfütterung und verbessern die Qualität der Daten deutlich. Für die Kartografie und alle weiteren Methoden finden Sie Vorlagen, Auswertungstabellen und Durchführungshinweise in dem Leitfaden bzw. auf dieser Seite im Downloadbereich.

Die kartografische Erfassung bildet das zentrale Element eines jeden Schul(rad)wegplans. Sie dient der systematischen Dokumentation der von den Schülerinnen und Schülern genutzten Wege sowie der Identifikation subjektiv wahrgenommener Gefahrenstellen. Auf dieser Datengrundlage lassen sich fundierte Schulwegempfehlungen ableiten und identifizierte infrastrukturelle Mängel gezielt an die zuständigen Behörden zur Behebung übermitteln. Zudem ermöglicht die Kartierung die Identifizierung hochfrequentierter Schulwege, was eine wesentliche Argumentationsbasis für verkehrsberuhigende Maßnahmen, wie etwa Geschwindigkeitsreduzierungen im unmittelbaren Schulumfeld, darstellt.
Eine Befragung durch einen Fragebogen ist eine klassische Methode, um quantitative Aussagen treffen zu können und bietet eine gute Möglichkeit etwas über das Mobilitätsverhalten der Schülerinnen und Schüler zu erfahren. Die Mobilitätsbefragung sollte sich nicht auf Schülerinnen und Schüler beschränken, die mit dem Fahrrad zur Schule kommen, sondern alle einbeziehen. So lässt sich zum einen erfragen, warum diese möglicherweise keine der nachhaltigeren Mobilitätsformen wählen und Gründe dafür ggf. abstellen, zum anderen lassen sich getroffene Maßnahmen zur Steigerung der Verkehrssicherheit oder zur Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit der Schule besser überprüfen.
Die Auswertung von Unfallstatistiken ist ein datengestütztes Analyse-Verfahren zur Identifikation von Gefahrenschwerpunkten im Schulumfeld. Dabei werden offizielle Datenbanken (z. B. Unfallatlas) genutzt, um infrastrukturelle Anpassungen objektiv zu begründen. Sie dient als komplementäre Ergänzung zu subjektiven Befragungen und Vor-Ort-Begehungen.
Ziel des Schulwegchecks des VCD ist es eine Übersicht über bestehende Gefahren für zu Fußgehende oder Radfahrende im Schulumfeld zu ermitteln, festzuhalten und so konkrete Handlungsempfehlungen geben zu können, um den Schulweg sicherer machen zu können. „Gleichzeitig liefert der Schulwege-Check fundierte Argumente für den Ausbau kindgerechter Fuß- und Radwegenetze, die sicher, barrierefrei und attraktiv gestaltet sind.“
Eine partizipative Erkundungsmethode (reduzierte Version des Schulwegchecks), bei der Kinder die Expert*innen ihres eigenen Weges sind und Erwachsene in die Rolle der Beobachter schlüpfen.
Bei dieser Methode begeben sich die Beobachtenden direkt in den Lebensraum der Zielgruppe (hier: der Schulweg). Im Gegensatz zur reinen Distanzbeobachtung ist Interaktion möglich, um das Verhalten von Kindern und Jugendlichen in einer authentischen Umgebung ohne künstliche „Laborsituation“ zu erfassen.
Diese partizipative Methode dient dazu, die Lebenswelt von Kindern visuell erfassbar zu machen. Im Fokus steht nicht die geografische Korrektheit, sondern die individuelle Bedeutung von Orten, Wegen und Räumen.
Die Nadelmethode ist ein aktivierendes, visuelles Verfahren aus der Jugendarbeit zur Analyse von Sozialräumen. Kinder und Jugendliche markieren auf großformatigen Stadtteilkarten relevante Orte (Angsträume, Lieblingsplätze, Gefahrenstellen) mit bunten Nadeln oder Klebepunkten. Durch eine Farbauswahl (z. B. nach Alter oder Geschlecht) entstehen differenzierte Daten, die unmittelbar zu Diskussionen anregen und subjektive Wahrnehmungen sichtbar machen.
Die Kommunikationstafel ist eine niederschwellige Beteiligungsmethode im öffentlichen Raum der Schule. An hochfrequentierten Orten (Pausenhalle, Mensa) werden Stellwände mit gezielten Fragen platziert. Schülerinnen und Schüler können im Vorbeigehen ihre Meinung, Wünsche oder Kritik auf Karten notieren und anpinnen, was einen öffentlichen Dialog ohne direkten Zeitdruck ermöglicht.
Das Schulweg-Tagebuch ist ein fortlaufendes, gemeinschaftliches Dokumentationsprojekt. Die Kinder werden angeregt, ihren täglichen Weg zur Schule bewusst als Entdeckungsreise wahrzunehmen. Ihre Beobachtungen, ob Naturphänomene, soziale Interaktionen oder Fundstücke, werden in einem zentralen Klassenordner gesammelt und kreativ aufbereitet.
Die Autofotografie ist ein visuelles, anregendes Verfahren der Sozialraum- und Lebensweltanalyse. Sie macht Teilnehmende zu Expert*innen ihres eigenen Alltags, indem sie deren subjektive Sichtweisen durch das Medium Fotografie sichtbar und besprechbar macht.
Melden Sie sich hier für unseren Newsletter "Fahrradfreundliche Schule" an und bleiben Sie über Aktionen, Veranstaltungen und Entwicklung rund um fahrradfreundliche Schule und nachhaltige Mobilität informiert.
Die Planung eines Schulradwegplans wirkt oft kompliziert – muss es aber nicht sein. Nutzen Sie unsere fertigen Textbausteine und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, um die Befragung an Ihrer Schule schnell und unkompliziert zu starten.
Bevor die Befragung zum Schulwegplan losgehen kann, steht die Information der Eltern an. Mit diesem kostenlosen Download erhalten Sie ein vorgefertigtes Anschreiben inklusive Einverständniserklärung direkt zum Bearbeiten.

Ermitteln Sie das Verkehrsverhalten Ihrer Schülerinnen und Schüler: Diese Fragebogen-Vorlage erfasst alle wichtigen Daten zu den täglichen Schulwegen, den genutzten Verkehrsmitteln und empfundenen Gefahrenstellen. Einfach herunterladen und individuell anpassen.
So gelingt die Durchführung im Unterricht: Unser Informationsblatt für Lehrkräfte enthält alle wichtigen Details zu Ablauf, Zielen, Altersgrenzen und Datenschutz. Laden Sie die Vorlage herunter, um das Kollegium bestmöglich zu informieren und zu entlasten.

Wie werden Linien farblich getrennt und wie setzt man Stecknadeln für Gefahrenpunkte? Unsere Vorlage für Lehrkräfte beantwortet alle technischen Fragen rund um uMap und sorgt für ein einheitliches, sauberes Kartenbild.
Machen Sie die Ergebnisse Ihrer Mobilitätsbefragung sichtbar: Sollten Sie nicht LeOniE.SH nutzen, können Sie unsere fertige Auswertungstabelle nebst verständlicher Anleitung verwenden, um die gesammelten Daten der Schülerinnen und Schüler effizient zu analysieren.

Die dazugehörige Anleitung erklärt Schritt für Schritt, wie Sie die Ergebnisse der Befragung richtig zusammenführen und für Ihren Schul(rad)wegplan auswerten.
Damit Ihr fertiger Plan professionell aussieht, bieten wir Ihnen eine praktische PowerPoint-Vorlage. Sie können Ihre Karten einfach importieren und Texte anpassen. So erhalten Sie schnell ein fertiges Dokument für den Druck oder die Website, ohne sich in komplizierte Designprogramme einarbeiten zu müssen. Alternativ finden Sie in unserem Leitfaden einige Hinweise und Tipps.
Kommunikation: Vom Papier auf die Straße
Ein Schul(rad)wegplan entfaltet seine volle Wirkung erst dann, wenn er den Weg in die Köpfe der Eltern, Kinder und Entscheidungsträger findet. Erst die gezielte Verbreitung und regelmäßige Pflege sichern den langfristigen Erfolg.
Sichtbarkeit schaffen: Digital und Analog
Ein Plan ist nur dann gut, wenn er auch genutzt wird.
Also schaffen Sie Sichtbarkeit:
Der Plan als starkes Argument
Der Schul(rad)wegplan ist Ihr offizielles Dokument. Wenn darin Gefahrenstellen schwarz auf weiß markiert sind, haben Sie eine fundierte Basis für Gespräche mit der Stadtverwaltung, dem Straßenbauamt oder der Polizei, um Zebrastreifen, Ampeln oder Tempo-30-Zonen einzufordern.
Immer aktuell bleiben
Ein Schul(rad)wegplan lebt. Wir empfehlen eine jährliche Überprüfung (z. B. vor den Sommerferien), um auf neue Baustellen oder geänderte Verkehrsführungen sofort reagieren zu können.

Gerne stehe ich Ihnen für Fragen und Beratung zur Verfügung.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 215.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.
weiterlesenRadfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?
weiterlesenWie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.
weiterlesenMenschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.
weiterlesenDas Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.
weiterlesenWir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.
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